• 5. März 2018
  • Bachelorthesis

Transformation der Buchstaben

und ihre Verwendung in der Architektur

Nikolaj Hochhalter

Bachelorthesis Wintersemester 2010/2011
HAWK Hochschule für angewandte
Wissenschaft und KunstHildesheim/Holzminden/Göttingen
Fakultät Gestaltung, Farbdesign

Geprüft von:
Prof. Schlegel, Markus,
MA. Vofrei, Björn

Ziel der Arbeit

(Auszüge aus der Bachelorthesis)

Die Liebe zum Buchstaben inspirierte Nikolaj Hochhalter dazu, die Architektur durch Buchstaben zu interpretieren. Sein Ziel war hierbei die Entwicklung einer eigenständigen gestalterischen Farb- und Formsprache, welche ihren Ursprung im Graffiti Stylewriting sieht und dem gewohnten Auftragsgraffiti entgegengeht. Wie der abstrakte Buchstabe dem außenstehenden Betrachter transferiert werden kann, soll hierbei überprüft werden. Unterschiedliche Parameter, die eine empathische und kontextgerechte Fassadengestaltung ausmachen, sollen in der Thesis von der Entwurfs- bis zur Umsetzungsplanung und ihrer Realisation erarbeitet werden.

Praxisprojekt

Ein Teilabschnitt der Sporthallenfassade zur IGS Mühlenberg soll gestaltet werden. Gewünscht wird eine farbliche Neuinterpretation der Sporthalle. Im Praxisprojekt wurde eine eigenständige Farb- und Formsprache entwickelt. Hierbei formulierte das Ergebnis, wie fiktive Gebäudehüllen exemplarisch gestaltet werden können, d.h. nur ihre Kubatur war maßgebend. Bei der Sporthallenfassade geht es um die Realisierung, der von Nikolaj Hochhalter entwickelten Farb- und Formsprache. Eine Stadtbildanalyse sowie eine Baustrukturanalyse dienen der Erarbeitung einer Argumentationsgrundlage.

Farbtonauswahl

Durch die vorangegangene Bestandsaufnahme wurde eine grobe Farbrange generiert. Um für die Sporthalle eine sinnvolle Farbsprache zu entwickeln, musste die Farbrange aus dem Bestand selektiert werden. Hierbei wurde nach dem Prinzip der Quantität aussortiert. Die Farben der Materialitäten, welche den Stadtteil prägen, also repräsentativ sind, bildeten die Grundlage für den Entwurf. Die Farbrange der Bestandsaufnahme konnte somit auf das Wesentliche reduziert werden.

Der Mühlenberger Markt wird größtenteils durch Backstein geprägt. Hierzu wurden vier Farbtöne abgemustert, welche die Backsteinfarbigkeit im Flächenverhältnis wiedergegeben.

Materialitäten wie Waschbeton, Beton, Zement, aber auch stellenweise Sandstein lassen sich in dichter Umgebung zur IGS Mühlenberg wiederfinden und bestimmen hier somit das Stadtbild. Ein entsprechender Farbcode soll im Entwurf zur Gestaltung der Sporthallenfassade seine Verwendung finden.

Die IGS Mühlenberg wird vor allem durch ein Gelb geprägt, das mittlerweile sehr verschmutzt und trüb aussieht. Eben dieses Gelb zieht sich über den gesamten Schulhof bis hin zu den Sporthallen. Erweitert wird der Farbton stellenweise durch ein Rot. Gittertore in unterschiedlichen Formaten weisen den Farbton immer wieder auf. Das Gelb sowie das Rot müssen im Entwurf auf ihre Buntheit und Qualität hinsichtlich ihrer Verwendung überprüft werden.

Die repräsentative Materialfarbigkeit aus der unmittelbaren Umgebung der IGS Mühlenberg wird in einer Farbrange interpretiert und im Entwurf verarbeitet. Es wird somit auf das räumlich farbliche Milieu Rücksicht genommen. So entsteht ein Farbkonzept das im Einklang mit seiner Umgebung steht.

Ableitung einer individuellen Farb- und Formsprache: Methodik

Aus dem Buchstaben wird der Rapport

Buchstaben

 

Die Verwendung fremder Buchstaben wird in der Graffitiszene als Biting bezeichnet und verachtet, sodass als Grundlage zum Generieren unterschiedlicher Rapporte nur Buchstaben von Nikolaj Hochhalter verwendet wurden.

Ein persönliches Piece diente als Quelle zur Erarbeitung des Rapports. Hierbei ging es zunächst um die Formfindung. Ein bekannter Farbgestalter inspirierte ihn bei diesem Beispiel zur Kreiskomposition. Er gab nämlich an, dass die Antwort auf die Kompositionsfrage bei der Gestaltung von Architektur mit Farbe der Kreis sei!*

Außerdem war es hierbei wichtig das R, welches aus dem Piece entnommen wurde im Vorfeld auf seine homogene Grundfläche zu reduzieren, um unnötige Kleinteile aufzulösen, da diese bei dem Rapport z.B. dort wo sich Flächen überlappen, zusätzlich entsteht. Andernfalls würde der Rapport aufgrund der Unzahl an Schnittmengen zu einem optisch destruktiven Ergebnis führen.

*Ernst v. Garnier in Meine Farbigere Welt

Storyboard zum Film

Dank an

Agata Makiela / Felix Oelmann / Kristian Kühn / Marco Wendt / Nadja Hochhalter

Musik

Niklas Lütgerodt

Filmproduktion

Philipp von Zitzewitz / Jens Schwarzburg

zur PersonWeblinks

Hochhalter Farbgestaltung – Webseite

HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst
Hildesheim/Holzminden/Göttingen – Farbdesign


 

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