• 22. Mai 2018
  • Bachelorthesis

Leben in Farbe

Lebensräume gestalten mit Farbe, Form und Material

Maike Schorradt

Bachelorthesis Sommersemester 2016
HAWK Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Fakultät Gestaltung
Kompetenzfeld Farbdesign

Geprüft von:
Prof. Timo Rieke / Dipl.-Des. Martin Brandes

Jeder Mensch wird im Laufe seines Lebens irgendwann einmal zum Gestalter seines Wohnraumes.

Dieser Raum ist wie eine Erweiterung des Körpers und die meisten von uns verbringen dort einen beträchtlichen Teil ihrer Lebenszeit. Räume können ein Wohlgefühl auslösen und einladend wirken, aber auch beklemmende und abstoßende Gefühle hervorrufen. Die Atmosphäre eines Ortes oder Raumes beeinflusst uns meist auf unterbewusste Weise. Das Zusammenspiel von Farbe, Form, Material sowie die Quantität und die Anordnung dieser Faktoren bestimmen das Raumgefühl, die Stimmung eines Ortes.

Die meisten Räume erfüllen einen Zweck. Man möchte dort arbeiten, schlafen, essen, seinen Freizeitaktivitäten nachgehen. Eine durchdachte Gestaltung unterstützt diesen Zweck, eine wahllose Gestaltung kann kontraproduktiv sein. Besonders die Farbe hat einen weit größeren Einfluss auf unsere Psyche und unseren Körper, als ursprünglich angenommen.

Um Farbe, Form und Material sinnvoll einzusetzen, braucht man nicht die neusten Wohntrends zu kennen. Man muss sich nur der vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten dieser Elemente bewusst sein. Ziel dieser Arbeit ist, die Kraft der Farben mehr ins Bewusstsein zu rücken und aufzuzeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten in der Lebensraumgestaltung mit Farbe, Form und Material sind.

Inhalt

Die ersten beiden Kapitel klären zunächst über die Wirkung der Farbe auf. Kapitel 1 zeigt, auf welchen Ebenen uns die Farben beeinflussen. Kapitel 2 erläutert die wichtigsten Farbtöne und ihren Effekt im Innenraum. Da Farbe sich immer auf einem Untergrund, auf einem „Farbträger“ befindet, ist auch dem Thema Material ein ganzes Kapitel gewidmet. Kapitel 3 ist eine Darstellung der häufigsten in der Raumgestaltung verwendeten Materialien. Um die Verschiedenartigkeit der Anmutungen innerhalb eines Materials besser zu verstehen, sind die Materialien in Polaritäten angeordnet. Das vierte Kapitel taucht in die Farbenlehre ein. Es erklärt den Farbkreis, veranschaulicht die Farbharmonien und erläutert, wie man mithilfe der verschiedenen Kontraste einen angenehmen Farbklang komponieren kann.  Das Herz der Arbeit ist das fünfte Kapitel zum Thema „Farbe im Raum“. Hat man im Kapitel „Farbpsychologie“ eine Farbe ausgewählt, sich in Kapitel 3 die Wirkung des Materials bewusst gemacht und in Kapitel 4 eine Farbharmonie zusammengestellt, geht es nun darum, wie dies alles im Innenraum angewendet wird. Dabei spielen Faktoren wie Nutzungskonzept, Licht, Proportion, Sehgewohnheiten sowie die Kombination von Farben und Materialien eine Rolle. Ausführlich werden unter dem Abschnitt „Gliederung der Farbe“ auch die Möglichkeiten aufgezeigt, in welcher Form die Farbe im Raum aufgetragen wird. Im darauffolgenden Kapitel 6 wird ein neuer Ansatz erforscht, die Designprinzipien aus dem zweidimensionalen Bereich im dreidimensionalen Raum anzuwenden. Dabei liegt der Schwerpunkt mehr auf den Details der Einrichtung. Erstaunlich gut lassen sich Begriffe wie Weißraum, Rhythmus, Fokuspunkt oder Wiederholung auch in Bezug auf Innenraumgestaltung anwenden. Gerade bei Wohnräumen spielt natürlich der Einrichtungsstil der darin Wohnenden eine große Rolle. Wie findet man seinen eigenen Stil und wie kann man diesen in seinen vier Wänden umsetzen? Das letzte Kapitel hält zu diesem Thema ein paar Antworten bereit.

Ich hoffe, dass es mir mit dieser Arbeit gelungen ist, die Wirkung und Anwendung von Farbe, Material und Form ins Bewusstsein zu rücken. Man kann am erfolgreichsten schöpferisch tätig sein, wenn man um die schöpferischen Möglichkeiten weiß. Ich wünsche allen Lesenden viel Freude mit dieser Thesis sowie beim Neuentdecken und Gestalten der Lebensräume.

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zur AutorinWeblinks

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