• 28. Mai 2018
  • Bildung

Farbharmonien

Über das konzeptionelle Entdecken und Entwickeln von Farbharmonien

Elena Kelpe

Integratives Projekt Sommersemester 2015
HAWK Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Fakultät Gestaltung
Bachelor Farbdesign

Betreuer: Dipl.-Des. Martin Brandes

Abstract

Eine unendlich große Anzahl von analogen und digitalen Farben steht heute zum Gestalten zur Verfügung. Die Herausforderung liegt in dem Auswählen von wenigen, zu einander in Beziehung stehenden Farben. Das Ziel des Projektes war es, ein Konzept zum Finden von Farbharmonien zu erstellen und anzuwenden. Das Ergebnis soll andere Gestalter anregen eigene visuelle, wissenschaftliche oder mathematische Regeln zum Finden von Farbharmonien aufzustellen.

Ausführung

Um ein System für meine Farbharmonien zu Finden betrachtete ich einen dreidimensionalen Farbraum (CIELa*b im digitalen Farbatlas). Ich legte zwölf Standpunkte, mit je einer Farbe, fest und erstellte ein Raster von drei mal vier Farbpunkten. Auf dieses Raster wendete ich verschiedene Auswahl- und Zusammenstellungsrouten an und erreichte somit eine Vielzahl von Farbkombinationen. Anschließend drehte ich meine Standpunkte proportional im dreidimensionalen Raum und legte neue Farben für das drei mal vier Farbraster fest. Mit dem Festlegen von neuen Standpunkten im dreidimensionalen Raum, neue Routen im Farbraster und deren Zusammenstellung und Kombination sind unendlich viele Farbkombinationen möglich.

Meine Studie stoppte ich bei 1372 Farbharmonien, theoretisch kann das System unendlich weiter angewendet werden. Die finale Darstellung erfolgt auf Bögen mit der Farbreihe der Ausgangsfarben, dem Raster mit Farbpunkten und der Route und einer beispielhaften Anwendung auf ein Muster als Impuls wie die Farbe zum Beispiel auf einem Logo oder einem Produkt wirkt. Meine Motivation zur Auseinandersetzung mit diesem Thema lag in der immer noch weit verbreiteten Angst vor der Anwendung von Farben,  der ,,bequemen‘‘ Anwendung von Farben und allerseits auftretenden Kreativblockaden.

Die Zielgruppe umfasst Studierende der Gestaltung aber auch der Wissenschaft und Mathematik. Weiterhin können individuelle und kreative Systeme zur Findung von Farbharmonien in der Kreativbranche in Workshops und im Brainstorming zu neuen Impulsen führen und die Gedanken für innovative Farbharmonien öffnen.

Anregung zum Findungsprozess eigener Farbharmonien

Erstens.
Wähle ein bestehendes Farbsystem/Farbsammlung/Farbraum (NCS, RAL Design etc.) aus oder erstelle ein eigenes Ausgangsprinzip. Dieses Prinzip kann zum Beispiel auf selbst gemischten Farben beruhen, sich aus historischen Architekturfarben einer Stadt, der Farbigkeit von Steinen am Strand oder der Sockensammlung im Kleiderschrank ergeben.

Zweitens.
Lege Standpunkte, Routen und Regelwerke für Dein System fest. Wende Deine Routen und Regelwerke an und  variiere sie.

Drittens.
Überlege Dir eine Methode zur Visualisierung deiner Ergebnisse und wende diese an.

Viertens.
Bewerte und interpretiere deine Farbharmonien. Welche Farbharmonie könnte zu welcher Anwendung passen? Sind eventuell Feinabstimmungen/Korrekturen zu treffen? Welche Deiner Farbharmonien empfindest Du am beste, mit welcher Begründung?

Auszüge aus der Projektarbeit

zur PersonWeblinks

Elena Kelpe – Kontakt

Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst
Hildesheim/Holzminden/Göttingen – Gestaltung

Dipl.-Des. Martin Brandes – Homepage

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