• 18. Oktober 2020

Farbe und Gesundheit

Die biologische und kulturelle Funktion der Farben - Teil 2 von 7

Ein Film von: Axel Buether
Vortragender: Axel Buether
Kamera und Schnitt: Fridhelm Büchele und Christiane Wilke TRICAST
Dauer: 16:52 min

Zielgruppe

uneingeschränkt, ab ca. 12 Jahren

Warum können wir uns gesund nach den Farben des Regenbogens ernähren?

Die Farben unserer Nahrungsmittel sind wichtige Merkmale für eine gesunde und bekömmliche Ernährung. Wir spüren intuitiv, was uns in der gegenwärtigen Situation gerade guttut. Ohne die Produkte der industrialisierten Landwirtschaft könnten wir uns gesund nach den Farben des Regenbogens ernähren. Mit dem Verzehr von grünem Obst, Gemüse und Salat sowie grünen Kräutern und Algen nehmen wir die sekundäre Pflanzenstoffe Chlorophyll und Lutein im Körper auf. Grün ist ein Indikator nahezu fettfreier, bekömmlicher und gesunder Naturprodukte, die viele lebenswichtige Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe enthalten. Gelbe und orangefarbene Carotinoide geben Gemüsesorten wie Karotten, Kürbissen und Kartoffeln sowie Obstsorten wie Orangen, Zitronen und Bananen ihre Farbe. Das rote Spektrum der Flavonoide verweist auf den Nährwert, da sie besonders reif und appetitlich rot wirken, wenn der Gehalt an Fruchtzucker, Vitaminen, Mineralstoffen und Eisen am höchsten ist. Mit dem Reifeprozess wird bei grünen Tomaten das giftige Alkaloid Tomatidin abgebaut, während der rote Pflanzenfarbstoff Lycopin aufgebaut wird, das nach vorliegenden Studien das Risiko für Prostata-, Lungen- und Magenkrebs verringert.

Vorsicht Lebensmittelfarbstoffe!

Fleisch wird rot gefärbt, damit es lange frisch aussieht, Farbspuren von Verwesungs- und Fäulnisprozessen rufen unwillkürlich Ekelgefühle hervor. Die Macht der Farben auf unsere Gefühle, Gedanken und Handlungen ist so stark, dass wir damit ganz einfach zu manipulieren sind. Lebensmittelfarbstoffe eliminieren die Spuren der Massentierhaltung, industrieller Massenproduktion und Konservierung für Transport, Lagerung und Distribution. Natürliche Lebensmittelfarbstoffe werden aus Naturprodukten wie Roter Bete, Trauben, Kurkuma, Safran, Beeren, Studentenblumen, Molke, Gras, Zucker oder Karotten gewonnen. Verbraucherschützer halten mehr als die Hälfte der etwa 320 Zusatzstoffe für bedenklich, die in der EU für Lebensmittel zugelassen sind. Darunter befinden sich etwa 40 Lebensmittelfarbstoffe.

Achtung Verpackungsfarben!

Schauen Sie immer nach Inhaltsstoffen und Verfallsdatum, wenn die Verpackungsfarben frisch, gesund und appetitlich aussehen? Verpackungsfarben sind wirksamer als jeder aufgedruckte Text – denn wer ein Produkt aus dem Regal nimmt, hat seine Vorauswahl bereits getroffen. Schätzungsweise 100.000 migrationsfähige Substanzen gehen von Verpackungsmaterialien in unsere Nahrungsmittel über, viele davon in Mengen, die toxikologisch relevant sind. Druckfarbstoffe können krebserzeugend wirken und unser Erbgut verändern. Auch Nieren- und Leberschädigungen sind bereits bekannt. Druckfarbstoffe können direkt oder über freigesetzte Gase auf den Inhalt abfärben. Noch gefährlicher sind die unsichtbaren Farbstoffe der Verpackungen, die sich dort befinden, wo wir sie am wenigsten vermuten. Die Fasern von recycelten Papieren und Pappen enthalten mineralölhaltige Farbstoffe, die für viele Druckerzeugnisse wie Werbeprospekte, Hochglanzmagazine und Tageszeitungen verwendet werden.

Welch Farbigkeit hat unser angestammter Lebensraum?

Das angestammte Habitat des Menschen ist der Grünraum, was sich in unser Wahrnehmungssystem einbeschrieben hat. Mehr als die Hälfte aller sichtbaren Farbtöne sind Grün. Wie wohnen und leben Schimpansen, die biologisch engsten Verwandten des Menschen? Wie würden Sie wohl am liebsten wohnen und leben, wenn Sie die Wahl hätten?

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