• 14. Juni 2016
  • Artikel

Erlebter Stadtraum

Eine ethnografische Untersuchung zum Ulmer Münsterplatz

Bibliografie:
Keding, Melanie. Erlebter Stadtraum. Eine ethnografische Untersuchung zum Ulmer Münsterplatz. Diss. Universität Tübingen, 2012.

Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen

Abstract

Die vorliegende Publikation betrachtet einen Stadtplatz aus der Perspektive des Alltagserlebens seiner Nutzer und Nutzerinnen. Architektur und Raumwahrnehmung spielen bei der ethnografischen Studie ebenso eine Rolle wie Geschichtlichkeit und Identität. Diese verschiedenen Aspekte werden mit einem phänomenologisch orientierten Zugang zu einem Gesamtbild arrangiert. Dabei werden die Ergebnisse der Studie am Ulmer Münsterplatz stets theoretisch reflektiert und weitergeführt. Das Erkenntnisinteresse zielt einerseits auf die Frage nach den Kategorien und Darstellungsmöglichkeiten von konkretem stadträumlichem Erleben ab. Andererseits ist es auf die Anschlussfähigkeit des Erlebens als zentralem Begriff für eine kulturwissenschaftliche Stadt(raum)forschung gerichtet. Erlebten Raum zu erfassen gelingt nur, wenn dieser als Ganzes, bestehend aus subjektiven und objektiven, materiellen und immateriellen Aspekten verstanden wird. So bietet diese Studie erstens begriffliche Grundlagen für das Ineinandergreifen dieser Aspekte an. Zweitens entwickelt sie ein analytisches Instrument, „Raumqualitäten“, und bindet es in eine spezielle methodische Vorgehensweise ein, die auch das ,bewegte Interview im Feld’ einschließt. Dies wird als Modell für künftige Untersuchungen von Raumerleben vorgeschlagen. Drittens wird der Ulmer Münsterplatz als erlebter Raum hinsichtlich des Wesens und Zustandekommens seines Eigencharakters untersucht. So setzt die Studie die Frage nach erlebtem Stadtraum im gesamten Forschungsdesign sowie in der Darstellung um. Damit bietet sie für die Stadtforschung ein perspektivisches Modell, das konsequent beim Stadtraum und seinen Nutzern und Nutzerinnen bleibt und davon ausgehend Kontextualisierungen herstellt, die über das konkrete Fallbeispiel hinausweisen.
Weblinks
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